Gewalt gegen die Polizei

  • Widerstand gegen Polizeibeamte

Allein in Schleswig-Holstein kommt es 1.000 bis 1.300 mal pro Jahr zu „Widerstand gegen die Staatsgewalt“. In der Bundesrepublik sind es jährlich ca. 27.000 Fälle. In den meisten Fällen waren die Täter alkoholisiert oder Konsumenten harter Drogen. Schadenersatz- oder Schmerzensgeldansprüche sind in der Regel kaum durchzusetzen.

 

  • Verletzte und getötete Beamte

Für eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen wurden 21.000 Polizisten zu ihren Gewalterfahrungen im Jahre 2009 befragt.

Nach ihren Angaben wurden von ihnen,

  • 82 % beschimpft, beleidigt oder verbal bedroht,
  • 48 % gestoßen, geschubst oder festgehalten
  • 25 % mit Gegenständen beworfen
  • 27 % geschlagen oder getreten
  • 15 % mit einer Waffe oder gefährlichen Gegenstand bedroht oder angegriffen.

84 Beamte gaben an, dass auf sie in diesem Jahr geschossen wurde.

 

Über die Zahl verletzter Polizeibeamtinnen und –beamter gibt es keine verlässlichen Zahlen. In Schleswig-Holstein dürften es jährlich aber etwa 300 verletzte Beamte sein.

Bis 2009 starben bundesweit 2019 Polizeibeamte in direkter Folge von Einsätzen. 390 von ihnen wurden durch Rechtsbrecher tödlich verletzt.