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Der Kieler Schüler Mads Schulte widmete Schulprojekt und 250-Euro-Spende dem Hilfs- und Unterstützungsfonds der Polize

KIEL. Mads Schulte ist 18 Jahre und Schüler am Regionalen Berufsbildungszentrum am Königsweg in Kiel. Im Rahmen eines sogenannten „Herausforderungsprojektes im Fach Pädagogik“ hatte sich der Sohn des Kieler Polizeibeamten Michael Schulte etwas Besonderes einfallen lassen. Der gebürtige Kieler entschied sich beim Schulprojekt für einen privaten Marathonlauf über 42,195 Kilometer. Und im Zusammenhang mit dem Lauf sammelte der Schüler in seinem familiären und freundschaftlichen Umfeld kleine Geldspenden, um sie anschließend dem Polizeihilfsfonds zur Verfügung zu stellen.

 „Marathonlauf mit Spendenaktion“ betitelte der Zwölftklässler seine außergewöhnliche Aktion. „Mit diesem Projekt wollte ich anhaltende Disziplin, körperliche Fitness und soziales Engagement miteinander verbinden“, erklärte Mads Schulte im Beisein seines Vaters Michael Schulte dem Vorsitzenden des „HUPF“, Andreas Breitner, bei einer Spendenübergabe in der Kieler „WOGE“.

Durch den Schulalltag habe er nur eingeschränkt Zeit für eine physische und mentale Vorbereitung für seinen ersten Marathonlauf gehabt.

Das hinderte den Schüler jedoch nicht, die Herausforderung anzunehmen und sich am 18. Januar auf die Marathonstrecke zu begeben. Und das

ganz allein und ohne Zuschauer. „Zu dieser Zeit waren keine Laufveranstaltungen angeboten worden“, erklärte Mads Schulte. Deshalb sei die Herausforderung für ihn besonders groß gewesen. Auf halber Strecke habe sein Vater auf ihn gewartet und ihn für die verbleibende Entfernung bestärkt. „Nach etwa 35 Kilometern spürte ich aber doch, dass der Lauf mir in den Beinen steckte und langsam körperlich zusetzte. Aber ich habe mich durchgebissen“, erinnerte sich der Mads und lächelte sichtlich zufrieden. Auf den letzten drei Kilometern hat ihn sein Vater auf dem Fahrrad begleitet. Das sei zu dem Zeitpunkt wichtig für ihn gewesen, erinnert sich der Schüler.

Nach drei Stunden und 59 Minuten sei er endlich am Ziel gewesen. „Vier Stunden hatte ich mir vorgenommen und war froh, dass ich es zwar knapp, aber dennoch geschafft habe“, so Mads Schulte.

Vom Hilfs- und Unterstützungsfonds für Polizistinnen und Polizisten hatte er zuvor gelesen, aber auch von seinem Vater gehört, und sich entschieden, seine Spendensumme dem Verein um Andreas Breitner zukommen zu lassen. Michael Schulte ist Kieler Polizist.

„Ich möchte möglichst viele andere Menschen motivieren, sich ebenfalls sozial zu engagieren“, unterstrich Mads Schulte. Als er sein Projekt anschließend in der Schule präsentiert habe, hätte er nur anerkennende Reaktionen erfahren. Er sei mächtig stolz darauf, was sein Sohn auf sich genommen habe, um sein besonderes Projekt zu verwirklichen, unterstrich Michael Schulte.

„Es ist nicht nur eine großartige sportliche Leistung von Mads Schulte, vor der ich Respekt habe. Auch die pädagogische Idee, in diesem Zusammenhang den Polizeihilfsfonds mit einer Spende bedenken, ist bemerkenswert“, freute sich Andreas Breitner bei der Übergabe. Deshalb sei es ihm auch wichtig gewesen, die Spende vom Schüler persönlich

entgegenzunehmen, so der ehemaligen schleswig-holsteinische Innenminister.

Voraussichtlich im Sommer kommenden Jahres wird der 18-Jährige mit dem Abitur in „Pädagogik/Psychologie mit Englisch und Sport“ seine Schule beenden. Und sein Berufswunsch steht bereits fest: „Ich möchte in die Fußstapfen meines Vaters treten und meinen Traumberuf als Polizeibeamter erlernen“, so Mads Schulte.

Text/Foto: Thomas Gründemann

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