Aktueller Anlass für die Entscheidung, den Polizeihilfsfonds erneut zu bedenken, war Ende Mai der Instagram-Post von Jette Nietzard, der Vorsitzenden der Grünen Jugend, mit einem Selfie, auf dem sie ein Sweatshirt mit den Buchstaben "ACAB" (All Cops Are Bastards", zu Deutsch: Alle Polizisten sind Bastarde) getragen hat.
„Das hat mich entsetzt und wütend gemacht. Solchen skandalösen Verlautbarungen muss begegnet werden“, erklärte Sindt im Beisein von Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack. Es dürfe nicht hingenommen werden, dass auf diese Art und Weise Hass gegen Polizistinnen und Polizisten geschürt wird. „Im Gegenteil. Die Polizei muss auf die Solidarität und Rückenstärkung der Gesellschaft vertrauen können“, begründete Wilhelm Eckhard Sindt gegenüber dem HUPF-Vorsitzenden Andreas Breitner seine anstehende Spende in Höhe von 5.000 Euro. Der Gutsherr spendet Geld an den Polizeihilfsfonds, um verletzte Polizistinnen und Polizisten direkt zu unterstützen und Solidarität zu zeigen.
„Die außergewöhnliche Spendenbereitschaft von Wilhelm Eckhard Sindt für den Polizeihilfsfonds ist fantastisch und berührt mich sehr. Als Vorsitzender des karitativen Vereins begegne ich bei der Übergabe von Zuwendungen Polizistinnen und Polizisten, die – meist in Alltagseinsätzen – schwer verletzt worden sind. Das sind besondere Momente, denn die Dankbarkeit der Betroffenen über die Anteilnahme und Verbundenheit der Gesellschaft ist fast greifbar. Ohne Spenden wie die von Wilhelm Eckhard Sindt wäre das so nicht möglich “, stellte Andreas Breitner fest.
Beeindruckt zeigte sich auch Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack: „Die erneute Spende ist weit mehr als nur ein finanzieller Beitrag. Sie ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit denen, die Tag für Tag rund um die Uhr für unser aller Schutz da sind und dabei selbst mitunter schwere Verletzungen riskieren. Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen, die in Ausübung ihres Dienstes verletzt wurden, bedanke ich mich ganz herzlich bei Wilhelm Eckhard Sindt für diese Spende“, so die Ministerin.
Der Hilfs- und Unterstützungsfonds der Polizei habe schon vielen Kolleginnen und Kollegen hilfreich zur Seite stehen können; Polizistinnen und Polizisten, die nach besonders schwierigen dienstlichen Situationen einfach mal eine Auszeit benötigt hätten, weil sie körperlich und oder seelisch zu Schaden gekommen seien. Sütterlin-Waack: „Mit dieser großzügigen Spende sendet Wilhelm Eckhard Sindt wieder mal ein starkes Signal der Verbundenheit mit unseren Einsatzkräften. Danke!“
Text/Foto: Thomas Gründemann